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EU-zugelassene Gebiete und Fischzuchtbetriebe in Deutschland ("Schutzgebiete")

Autor

Dr. J. Gaye-Siessegger

Zusammen-
fassung

Auf Grundlage der EG-Richtlinie 2006/88/EG bzw. der Fischseuchen-Verordnung des Bundes vom November 2008 können Wassereinzugsgebiete und Fischzuchtbetriebe (Zonen und Kompartimente) als frei von den wirtschaftlich wichtigsten Fischseuchen Virale Hämorrhagische Septikämie (VHS), Infektiöse Hämatopoetische Nekrose (IHN) und Koiherpesvirus-Infektion (KHV) zugelassen werden. Mit der neuen Fischseuchen-Verordnung vom November 2008 werden die von der EU zugelassenen Zonen und Kompartimente "Schutzgebiete" genannt.

In Deutschland unterliegen VHS, IHN und KHV der Anzeigepflicht und sind somit rechtlich der Maul- und Klauenseuche, der Geflügel- und Schweinepest, der Tollwut und weiteren gefährlichen Tierseuchen gleichgestellt.

Informationen zum Zulassungsverfahren finden sich u.a. bei den Veterinärämtern  und den jeweils zuständigen Fischgesundheitsdiensten der Veterinäruntersuchungsämter.

Nach der Entscheidung 2008/392/EG zur Durchführung der neuen Aquakulturrichtlinie muss jeder Mitgliedstaat eine Website mit Informationen über Aquakulturbetriebe gemäß Artikel 59 der Richtlinie einrichten. Auf den Seiten des BMEL ist der aktuelle Stand der Zulassungen einzusehen (Bekanntmachung der tierseuchenrechtlichen Zulassung von Schutzgebieten).

Auf den Internetseiten der EU sind die seuchenfreien Kompartimente und Zonen aller Mitgliedstaaten aufgeführt.